Was erlauben Mannschaft? Was erlauben Fans?

Eine Serie von 4 Niederlagen weckt natürlich Befindlichkeiten. Befindlichkeiten welche heutzutage reflexartig, häufig affektiert oder auch beleidigend zum Ausdruck gebracht werden, wenngleich die Möglichkeit der objektiven Einschätzung durch die Fans durchaus zu erwarten gewesen wäre. Niemand ist in dieser Phase zufrieden. Kein Fan, keine Mannschaft und selbverständlich auch kein Trainer. Leider sind wir schon soweit verkommen, dass wir in jeder kleinen Misere sofort den Kopf des Trainers fordern. Der Trainer ist hier wirklich der „ärmste Hund“.

Verlieren wir, hallt es aus vielen Rohren „Trainer raus“.
Spielen wir häufig unentschieden heißt es „Trainer raus“.
Hat die duch Verletzungen und Krankheiten gebeutelte Mannschaft eine Pechsträhne, schreit man „Trainer raus“.
Gewinnen wir jedoch, sind keine Chöre zu hören die den Trainer huldigen, um ihm das Gefühl der Anerkennung seiner Arbeit zu geben!

Heute macht jeder der einmal irgendwie Fußball gepielt hat, seinem Frust über Aufstellung, Auswechslungen und Taktik des Trainers Luft. Ganz so als hätte man die Fußballlehrer-Lizenz selbst in der Tasche. Wenn diese Kritik wenigstens sachlich wäre, könnte man von einem konstruktivem Dialog reden. Aber es ist häufig so als wäre man beim Stammtisch im Dorfkrug, wo sich Scharen von „Experten“ die Klinke in die Hand geben. Daniel Meyer passieren natürlich auch Fehler. Diese gehören aber auch zum Geschäft. Genauso wie es auch zum Geschäft gehört, in einem Spiel wie gegen Union Berlin, alles auf Offensive zu setzen und trotz der riskanten Aufstellung einen großartigen Sieg zu feiern!

Auf dem Platz steht aber die Mannschaft und diese sollte in Teilen ihre Einstellung hinterfragen. Ist man mit ganzem Herzen dabei alles für Wismut Aue zu tun, oder ist man gedanklich schon bei einem anderen Verein?! Die Mannschaft muss wieder Dreck fressen, nach Rückständen noch enger zusammenrücken und mit Kampf bis zur letzten Sekunde versuchen das Spiel wieder an sich zu reißen. Das haben wir gegen Heidenheim teilweise schon gesehen. Einen Spieler muss man gegenwärtig stellvertretend besonders hervorheben. Phillip Riese. Ein Spieler der sich für nichts zu schade ist, der jeden Weg geht, der mannschaftsdienlich ist, um jeden Ball kämpft und sich komplett dem Erfolg der Mannschaft unterordnet ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen. Ein Spieler der moralisch auch die Binde verdient hätte!

Hören wir doch bitte auf mit der leidigen Trainerdiskussion. Hören wir bitte auch auf permanent Tedesco zu fordern, ganz so als hätten wir in seiner kurzen Ära keine Spiele verloren und als wären wir nicht auf die Ergenbisse anderer Mannschaften angewiesen gewesen, um der Relegation zu entgehen. Daniel Meyer macht hier einen guten Job und er hat Visionen für unseren Verein. Daniel Meyer gebührt unser Respekt. Respekt auch dafür, dass er nach den ganzen unheilvollen Beleidigungen noch immer seine Arbeit macht und nicht schon längst „Ihr könnt mich mal“ gesagt hat.
Es geht hier um den Umgang miteinander. Und der Umgang mit Daniel Meyer ist eines Erzgebirgers unwürdig! Behandeln wir doch bitte jeden genauso wie auch wir behandelt werden wollen!

Die legendäre Trappatoni Pressekonferenz von 1998 hält den Fans und auch der Mannschaft humorig den Spiegel vor:
„Haben Sie gesehen Mittwoch, welche Mannschaft hat gespielt Mittwoch? Hat gespielt Mehmet, oder gespielt Basler, oder gespielt Trapattoni? Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer sehen was passieren in Platz. Mussen zeigen jetzt, ich will, diese Spieler mussen zeigen mich,…, seine Fans, mussen alleine die Spiel gewinnen. Mussen allein die Spiel gewinnen!

Lieber Daniel Meyer, lassen Sie uns bitte nicht mit der Mannschaft und manchen Fans alleine!

Ewige Treue der Wismut
ERZliche Grüße
Fanclub WKST – Chemnitz

info@wismut-kumpels.de

Anbei ein Link zu unserem Artikel „Daniel Meyer und das Plädoyer für Vertrauen: http://bit.ly/2UCSznv

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